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Samstag, Dezember 24, 2005

Von oben kommts her

Hallo liebe Leser, ich muss mich entschuldigen ob der wenigen Beiträge diesen Monat. Es war eine etwas stressige Zeit um es mal pauschal zu formulieren. Noch bis zum letzten Tag gab es Prüfungen und zu guter Letzt noch einen 4 stündigen Aufsatz, obwohl ich gerne Aufsätze schreibe, war das doch sehr anstrengend.
Seit heute hab ich aber endlich mal Ferien und geniesse diesen Tag gleich doppelt, weils auch mein Geburtstag ist. :-) Obgleich das Wetter nicht mitspielt und von oben nur schumriges Licht anstatt Schnee kommt soll man nicht Trübsal blasen.

Na denn wünsch ich euch allen eine schöne Weihnacht, joyeux Noël, feliz navidad und feliz natal!!
Möge das Christkind (nein nicht ich ;) euch viele tolle unnütze Dinge bescheren.

Freitag, Dezember 02, 2005

Muget ir schouwen

"Mögt ihr sehen?", schrieb einst Walther v.d. Vogelweide in seinem sehr schönen Gedicht (in Mittelhochdeutsch). "Wer Augen habe der wird sehen", meinte ein anderer. Schaut das Schöne um Euch herum, habt Augen für das wundersame, wunderbare! Erfreuet Euch der Dinge um Euch, auf dass ihr der Freude in Euch gewahr werdet.
Es ist nicht Herbst noch Frühling, die Natur geizt mit ihren üppigen Farben und die sonst so gütige Sonne spendet nur Licht aber Wärme nicht. "Wo also ist hier Schönheit?", mag sich einer fragen, "Ist dies nicht das tiefe dunkle Tal, das wir wider Willen durchschreiten müssen?". Man kann es so sehen, wenn man will. Doch liegt Schönheit nicht im Auge des Betrachters? Liegt es also nicht in unserer Macht Schönheit zu erkennen? Wohlgefallen zu finden an der Welt um uns? Ist es nicht auch in unserem Sinne die Wärme der Sonne in unser Herzen zu holen auf dass sie uns auch in der kältesten Nacht gütig erwärme?
Dies sei mein Ziel, des Lebens gewahr werden wo nichts sich bewegt, Licht zu schauen wo Schwärze herrscht, Wärme erfühlen wo ewiges Eis zu liegen scheint, Freude zu gewinnen die scheinbar verloren ist. Wenn die Schönheit der Welt in meinem Auge läge, wäre ich ein Tor bäte ich sie nicht herein, anstatt den inneren Blick auf die Nöte und Sorgen gerichtet halten?

Möget auch ihr schauen, auf dass sich Euer Herz erwärme für das wunderbare...


1. Strophe des Mailieds von Walther von der Vogelweide
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Muget ir schouwen waz dem meien
wunders ist beschert?
seht an pfaffen, seht an leien,
wie daz allez vert.
grôz ist sîn gewalt:
Ine weiz obe er zouber künne;
swar er vert in sîner wünne,
dân ist niemen alt.
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